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04/08
21:45
Ach, sie mit ihrem Traum…
Heute in der Schule:
Mit entsetztem Gesicht sagte sie mir, dass sie einen Traum hatte, der von mir handelte. Ich würde die Schule verlassen. Nein, das war nicht alles, ich hätte soviel Geld gemacht, dass ich die Schule verlassen hätte.
Wegen Webdesign und so.
Natürlich dachte ich mir, dass das richtig verrückt sei und schließlich sagte ich ihr, dass ich später mein Geld lieber mit anderen Dingen verdienen möchte – mir fiel Software-Entwicklung ein.
Wieso Softwareentwicklung? Ich weiß es nicht recht, ich mache gerne viele Dinge am Computer (Ja, Webdesign natürlich auch) und will natürlich viel erreichen.
Ich dachte heute also beim Joggen über die berühmte “Was soll ich werden”-Frage nach… Und wieder verwirrt diese Frage jeden, der sie sich stellt.
Was sollte ich verdammt nochmal werden? Software-Entwicklung ist schön und gut, aber das Arbeiten am PC ist momentan ein Hobby und wenn ich es mir zur Arbeit machen werde, weiß ich schon jetzt, dass das irgendwann zu nerven anfangen wird.
Aber ist das nicht bei jeder Arbeit so? Sollte ich BWL studieren und dann mit irgendeinem “Wirtschaftsberuf” dick Kohle machen? Wird das auch irgendwann nerven? Oder wird das schon beim Studium zu nerven anfangen?
Ich weiß, es gibt dutzend Leute, die mir jetzt sagen werden, dass sie sich das Gleiche gedacht haben, wie ich jetzt, jedoch sind es bestimmt wieder die, die dann sagen, dass sie jetzt doch lieber etwas Anderes machen würden als ihren derzeitigen Beruf? Soweit ich weiß, gibt es keine perfekten, legalen Berufe, jedoch will ich am Ende meine Arbeit nicht hassen. Oder werde ich das überhaupt nicht müssen?
Soweit ich weiß, gibt es diese Leute, die ihre Arbeit hassen, jedoch wegen dem Geld weitermachen.
Ich sehe schon, dass die Berufswelt nach dem Studium, oder gar vor dem Studium mich noch sehr bedrückt…
P.S.: Tamara, hoffentlich hattest du Recht mit dem Traum, aber ich höre schon von Leuten, die sagen, dass das Webdesign manchmal ein hartes Geschäft sein kann…
Daniel
26. September 2008
22:02
hast du nich noch zeit darüber nachzudenken ? Ich mein ich kenn leute die haben grad abi gemacht, feiern jeden tag durch genießen erstmal ihr leben. Klar, desto früher desto besser, aber wieso sich unter druck setzen ?
Eugen
26. September 2008
22:03
Stimmt, ich sollte mich wirklich net unter Druck setzen…
Blondes Alien
26. September 2008
22:04
Vorallem, und das sage ich jetzt mal hochoffiziell als Berufsberaterin, gibt es heutzutage nicht mehr den EINEN Beruf, den man erlernt. Fortbildung, Zwei- oder Aufbaustudium, Zusatzqualifikation und Neuorientierung werden einen ein ganzes Leben begleiten. Den klassischen Werdegang mit Ausbildung und Studium und dann 40 Jahre (und mehr) in diesem Beruf arbeiten, den gibt es so gut wie gar nicht mehr. Wenn Du Dich also jetzt für z.B. BWL entscheidest, dann heißt das nicht, daß Du Dein Leben lang dabei bleiben wirst bzw. musst. Es gibt so viele Wege und auch Förderungen, daß man das als Abiturient oder Schüler überhaupt nicht überblicken kann. Mach Dir also nicht so einen Kopf, Dein Leben kann sich mit 25, 30, 35 usw. noch drastisch ändern. Ansonsten empfehle ich Dir ohnehin eine Berufsberatung bzw. den Besuch diverser Ausbildungs- oder Hochschulmessen. Mag altbacken klingen, ist aber nicht der schlechteste Weg, um sich mal einen Überblick zu verschaffen.
An viele Berufe denkt man auch gar nicht oder kennt sie einfach nicht. Da können Neigungstests helfen. Ein recht gutes Tool ist Borakel von der Uni Bochum, falls Du ein Studium anpeilst. Einfach mal danach googeln und Zeit mitbringen, der Test dauert nämlich.
mk
26. September 2008
22:05
da gebe ich blondes alien recht.
zudem gibt es auch viele studiengänge, die sehr breit gefächert sind. da hast du viel spielraum, was du später damit anfängst.
oder du machst nen bachelor in die eine richtung und den master in eine etwas andere…
es ist nie falsch, über später nachzudenken. denn nur so bist du sensibilisiert und offen für neue berufe oder bereiche, die du dann entdecken kannst. aber du hast, wenn du vom baujahr 1992 bist, auch noch etwas schule vor dir, oder? dann hast du also auch noch etwas zeit, darüber nachzudenken und neue ideen oder möglichkeiten
David
26. September 2008
22:08
Ich beneide immer Leute, die einen Wunschberuf haben und das durchziehen. Ich studiere Informatik aber manchmal denke ich mir auch “das noch 40 Jahre? Meine Güte” In dem Bereich ist man zum Glück vielseitig und muss sich dank ständiger Neuerungen auf dem Laufenden halten und neues lernen, aber ich glaube nur sehr wenige Menschen finden den Beruf, mit dem sie ihr Leben lang immer glücklich sein können. Außerdem: der tollste Beruf wird zur Qual, wenn das Arbeitsklima nicht stimmt und umgekehrt.
Klar ist Webdesign ein harter Beruf. Du hast viel Konkurrenz, musst immer up to date sein…
Im master in eine andere Richtung zu gehen, wie mk sagt, habe ich mir auch schon überlegt. Meinen Bachelor habe ich dieses Jahr in der Tasche, muss ich mich mal informieren.
Mach Praktika, Probestudium und guck nicht aufs Geld, sondern mache einfach, was Dir Spaß macht. Auf lange Sicht ist Spaß am Beruf immer wichtiger, als die Kohle, die dabei rauskommt.