09 04/08
21:45

Ach, sie mit ihrem Traum…

Heute in der Schule:
Mit entsetztem Gesicht sagte sie mir, dass sie einen Traum hatte, der von mir handelte. Ich würde die Schule verlassen. Nein, das war nicht alles, ich hätte soviel Geld gemacht, dass ich die Schule verlassen hätte.
Wegen Webdesign und so.
Natürlich dachte ich mir, dass das richtig verrückt sei und schließlich sagte ich ihr, dass ich später mein Geld lieber mit anderen Dingen verdienen möchte – mir fiel Software-Entwicklung ein.

Wieso Softwareentwicklung? Ich weiß es nicht recht, ich mache gerne viele Dinge am Computer (Ja, Webdesign natürlich auch) und will natürlich viel erreichen.

Ich dachte heute also beim Joggen über die berühmte “Was soll ich werden”-Frage nach… Und wieder verwirrt diese Frage jeden, der sie sich stellt.
Was sollte ich verdammt nochmal werden? Software-Entwicklung ist schön und gut, aber das Arbeiten am PC ist momentan ein Hobby und wenn ich es mir zur Arbeit machen werde, weiß ich schon jetzt, dass das irgendwann zu nerven anfangen wird.
Aber ist das nicht bei jeder Arbeit so? Sollte ich BWL studieren und dann mit irgendeinem “Wirtschaftsberuf” dick Kohle machen? Wird das auch irgendwann nerven? Oder wird das schon beim Studium zu nerven anfangen?
Ich weiß, es gibt dutzend Leute, die mir jetzt sagen werden, dass sie sich das Gleiche gedacht haben, wie ich jetzt, jedoch sind es bestimmt wieder die, die dann sagen, dass sie jetzt doch lieber etwas Anderes machen würden als ihren derzeitigen Beruf? Soweit ich weiß, gibt es keine perfekten, legalen Berufe, jedoch will ich am Ende meine Arbeit nicht hassen. Oder werde ich das überhaupt nicht müssen?
Soweit ich weiß, gibt es diese Leute, die ihre Arbeit hassen, jedoch wegen dem Geld weitermachen.

Ich sehe schon, dass die Berufswelt nach dem Studium, oder gar vor dem Studium mich noch sehr bedrückt…

P.S.: Tamara, hoffentlich hattest du Recht mit dem Traum, aber ich höre schon von Leuten, die sagen, dass das Webdesign manchmal ein hartes Geschäft sein kann…

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