04 08/08
21:52

Motivation für die Schule

Schule ist ein Lebensgefühl, nein, kein gutes…
Früh aufstehen, Stress und Müdigkeit. Leistungsdruck. Ein Leben außerhalb der Ferien. Wer meint, das wäre nicht so schlimm, hat die Schule hinter sich. Pädagogen, die man als Sadisten sieht, Schüler, die einem Leid tun. Und in der ersten Stunde wird schnell mal ein Minikalender erstellt, bei denen man die Tage bis zu den nächsten Ferien durchkreuzt. Ahnungslosigkeit & Lustlosigkeit? Noch nicht, aber man befürchtet schon derartige Schulkrankheiten. Gute Vorsätze hat man in der 10ten Klasse sehr wenige, vllt. dass die 4, die man in Latein letztes Jahr bekommen hat und neue Schüler dazu gebracht hat, dass sie doch noch sitzenbleiben, endlich aus dem nächsten Zeugnis verschwindet.

Wovon ich rede ist die Schule – ein Gefängnis, von dem versprochen wird, dass es sich irgendwann auszahlt. Genauso wie man schlecht-schmeckendem Essen nachsagt, es sei gesund, quasi als Entschuldigung. Die 10. Klasse ist sehr wichtig, sagen mir die Lehrer. “Danke für die Motivation”, denke ich sarkastisch, da ich Leistungsdruck hasse. Dieser sei gar nicht so schlecht, wie viele meinen. Sollte die Noten von Schülern verbessern – Genauso wie er meine die ganzen Jahre vermiest hat. Letztes Jahr hat meine Mutter aufgehört sich um meine Noten zu sorgen. Siehe da: Der Durchschnitt verbessert sich um 0,7. Und dieses Jahr soll es weitergehen. Meiner Meinung nach, soll er 1,8 (dieses Halbjahr oder nächstes) werden. Realistisch eigentlich, doch sieht schwer aus. Und genau das macht die Motivation (bei mir) aus: Stolz zu sein, auf das, was man sich vorgenommen hat. Die Erfolgsquote für das Ziel ist realistisch.

Ein realistisches und dennoch großes Ziel, das ist wirklich motivierend. 6 Wochen lang auf den Lorbeeren ausgeruht, reichlich Lorbeeren gegessen, Kraft für Neues geschaffen. Das ist Motivation.

Gute Zeugnisse kommen nicht von selbst, und die Herausforderung ist wirklich groß.
Wir haben etwas… “strengere” … Lehrer bekommen, worüber sich scheinbar viele geärgert haben. Unsere Klassenlehrerin meinte darauf, dass man das nicht als Problem, sondern als “Herausforderung” sehen soll. Was scheinbar lachhaft und notentschuldigend wie schlechtes, gesundes Essen klang, ist für mich mein Motto des Schuljahres geworden. Es den Lehrern zu beweisen, dass sie mich nicht fertigmachen können. Keiner kann mich fertigmachen, niemand. Dazu bin ich viel zu gut. Was nach scheinbarem Übertreiben klingt, stärkt das Selbstbewusstsein.

Für mich sind “schlechte” Lehrer (wie von anderen Schülern bezeichnet) der Grund für schlechte Noten. Das hat sich schon oft gezeigt. Doch dieses Mal sind sie das Problem, und nicht ich, die Bossgegner der Klasse 10, ja wenn ich sie besiege, habe ich den Highscore geknackt.

Ich denke solche Lehrer lehren nicht nur für die Schule. Auch für’s Leben: Man soll sich nicht durch sowas aufhalten. Sie lehren Durchhaltevermögen, Durchsetzungskraft, Umgang mit Ungerechtigkeit und bringen einen auf den gleichen Punkt wie mich, den Punkt an dem es keine schlechten Lehrer gibt – sondern einfach nur schwierige. Man darf nicht von allen Fächern das Gleiche erwarten. Bei manchen ist es leicht – bei manchen schwer. Viele empfinden das als Ungerechtigkeit. Doch man darf nicht erwarten, dass die Lehrer gerechter werden. Es ist einfach nur schwerer.

Ich glaube das war genug Motivation und auch Anregung die Schule und den Unterricht von einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Gruß, Lifecheater

P.S.: Falls ich irgendwo Unrecht haben sollte, kommentiert bitte und denkt bitte nicht nur, dass ich völlig spinne.

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