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Okt 09
Idioten wollen gerne Mitleid
Ich glaube ich muss endlich mal damit aufräumen. Manchmal meine ich es ironisch, manchmal selbstkritisch, ich nenne mich gerne einen Idioten. Und es wäre wieder mal schön zu hören, dass ich keiner bin. Ich bin ein Mitleidsmensch, ich mag Mitleid. Ich mag Mitleid, ich wiederhole es noch einmal um die Wirkung zu verdeutlichen, um mir das schockierte Gesicht des Lesers vorzustellen, darüber denkend, wie erbärmlich dieser Gedanke sei und wie erbärmlicher es denn sei, darüber zu reden, und sich dabei noch kein bisschen zu schämen.
Nicht, dass es mir nicht oft wiederfährt, dass gewisse freundliche Personen dies sagen. Ich finde auch nicht tragisch wenn jemand nichts sagt (, jedoch mag ich doppelte Verneinungen). Und so zwinge ich unnötig Personen darein höflich sein zu müssen. Und muss wieder sehen, dass es manchen Menschen schwerfällt das Gegenüber von dem I-Wort freizusprechen. Gezwungenes Mitleid ist am Abgrund der Erbärmlichkeit, und das einzige Argument meinerseits wäre: Braucht nicht ein Mensch ein wenig Mitleid ab und zu?
