26
Nov 09

21:00

Das Licht am Ende der Sackgasse

Die Hoffnungen waren ein Licht,
Nur ein Schein am Ende der Sackgasse,
Erst jetzt erkenne ich,
Was ich bin, ein Wicht.
Sicher nicht gemacht durch mich,
Sondern durch die Masse,
Das Leben geworden zur Dunkelheit,
Gebe mir einer doch die Sicht,
Dem Überlebensinstinkt vertrauen kann ich leider nicht.

08
Nov 09

03:59

Rap

Von allen Musikgenres, das mit der anspruchsvollsten Lyrik. Und um das zu bemerken, braucht man ersteinmal seine Zeit.

03:45

Ein Tag in der Nacht.

Ich schrieb meiner Mutter ich wäre kurz vor zwei zu Hause, sie antwortete, sie ein wenig später danach. Es konnte nicht sein, dass sie nach Hause kommt, schließlich hatte ich verglichen, dass sie bei ihm schläft. Ich ging die mit freudigen Menschen beseelte Straße entlang. Eigentlich wollte ich zurück, ich hatte noch Zeit mit dieser einen da im Trauma zu reden. Aber ich tat es nicht, ich hatte die Zeit schon mit anderen Dingen verschwendet. So wie der Busfahrplan meine Augen verließ, so betrat der Gedanke, vielleicht die Person mir gegenüber anzusprechen, die hundertprozentig den gleichen Bus nehmen musste wie ich, ob sie den gleichen Bus nehmen musste wie ich. Und sie musste den gleichen Bus nehmen wie ich, nur habe ich sie nicht gefragt. Der Busfahrer sagte, dass ich meine Karte im Portemonnaie behalten sollte. Ich war ein dankbarer Mensch. Ich setzte mich auf den Sitz. Ich legte mich auf zwei Sitze und starrte in die Reflektion der Fensterscheibe. Ich wollte nicht schlafen. Ein Teil wollte nicht schlafen.

Eine betrat den Bus und setzte sich hinter die Sitze auf denen ich lag. Es amüsierte mich unheimlich wie sie auf meinen Hinterkopf starrte, der etwas seltsam auf der Sitzlehne lag. Sie streichelte meinen Hinterkopf und mein Blick fragte sie. “Konnte nicht widerstehen.”, sagte sie. Sie setzte sich von diesem Sitz auf einen seitlich gelegenen, auf den ich blicken konnte. Ich blickte sie auch an, meine Faulheit sah wie sie telefonierte und den Blick auf mich warf. Sie hatte mich eigentlich gar nicht gestreichelt. Ich merkte erst beim übernächsten Absatz, dass ich mich die ganze Zeit nach Liebe sehne. Sie sah aber mehr wie eine aus Cappel und nicht wie eine vom Richtsberg.

Hinter mir ging sie am vorbeifahrendem Bus vorbei. Sie ging nicht rechts Richtung Cappel, sondern mit mir über die Ampel. Hatte ich mich geirrt? Ich hatte mich nur selbst belogen, ich habe mir eingebildet sie sähe aus wie eine aus Cappel, doch sie ging mit mir über die Ampel und bog rechts ab. Ich ging gerade aus und machte mir meine Dummheit bewusst, wie ich doch denken konnte, sie sähe ein wenig wie eine typische Richtsbergerin aus, nur weil sie in diese Richtung geht. Doch sie bog rechts nach Cappel ab.

Wie sehr ich mich doch nach Menschen und Liebe sehnte. Ich ging die Straße mittig entlang und ignorierte das typische Saufgeschrei aus dem Kult, bis schließlich wirklich alles stillstand wie ein Bild. Ich blickte mich um, bis dieser Eindruck davon getäuscht wurde. Ein Licht ging nämlich an. Auch hatte ich sekundenweise gedacht, dass da jemand gleich kommen würde, und ging weiter. Ich ging weiter und dachte darüber nach, dass -gerade war ich woanders und kam zu mir, vermisste jedoch Stift und Papier, merkte aber, dass ich ja hier reinschreibe- alles durch ein Instinkt bestimmt ist, Überlebensinstinkt und Sexualinstinkt. Auf dem Weg nahm ich zwei Blätter von einem Gewächs am Rand und mit einem spielte ich zwischen den Zähnen. Das andere behielt ich in der Hand. Wieso sollte ich es nicht essen, schließlich nehmen wir schädliche Drogen zu uns, das Blatt hatte meine Faszination am Placebo-Effekt gesteigert. Ich blieb kurz stehen und blickte um mich und dann merkte ich, dass ein Licht bei einem Gebäude aufging. Niemand wird wohl verstehen, wieso ich da einfach stehen geblieben bin. Ich auf deren Stelle auch nicht. Ich ging den Weg höher durch den Wald hoch und freute mich auf die gruselige Dunkelheit, doch es war beleuchtet, ich dachte über ein Mädchen nach. Ich träumte über körperliche Nähe zu ihr und dachte ob es nur die körperliche Zuneigung sei, oder vielleicht Liebe, Verliebtheit? Ich wollte am liebsten meinem Herzschlag trauen. Das zweite Blatt war weg und das erste aufgegessen. Wie sehr doch mich das fehlende Blatt trauriger gemacht hat. Kleine Dinge machen manchmal große Gefühle. Woran misst man eigentlich Gefühle?

“Wieso denkst du über sowas nach?”, murmelte ich, als wollte ich eine mir unangenehme Person nachahmen. “Ich denke halt über sowas nach, wie kann ich denn beeinflussen, was ich denke? Ich denke halt darüber nach. Ich bin nur der einzige, der es sagt. Es ist halt so, dass ich ziemlich mitteillungsbedürftig bin. Es nervt auch viele Leute. Aber gibt es nicht so viele Sachen, die uns unterbewusst nerven?” Es wäre wohl traurig, würde eine Person nicht über soetwas nachdenken. Wahrscheinlich ist es vorprogrammiert, was man denkt. Und es lässt sich beeinflussen. Von innen und von außen. Aber es ist auch bestimmt vorprogammiert, was uns beeinflussen lässt. Weil wir können ja nur darüber denken, was wir denken.

Ich bin wirklich verrückt geworden. Ich habe immer Gedanken gehegt, dass ich später mal verrückt werde. Aber ich war es schon geworden. Aber ich wusste schon lange, dass ich nichts Besonderes bin, nicht sein kann und nicht werden kann. Deshalb müsste es noch einen Scheißer geben, der genauso verrückt ist, wie ich. Und bestimmt mehr. Vielleicht sind wir alle verrückt und zwingen uns in eine vorgegebene Normalität rein. Eine Verschwörung, aber nicht durch eine bösartige Organisation, sondern durch alle.

Ich blieb stehen und beobachtete den Himmel. Beschissene Limas. Vielleicht ist es wirklich so, dass es mehrere Renés gibt. Der eine sind die körperlichen Erscheinungen, die sich mit Renés Körper beeinflussen lassen. Der Körper wird durch die Gedanken gelenkt und die Gedanken durch andere Gedanken und die durch haha, da haben wir’s. Und ich, das, was man merkt ist, das sind der Körper und die Gedanken. Und vielleicht gibt es Menschen die sind ein wenig höher oder niedriger bei diesen Stufen. Haha, tötet die, die zu niedrig sind.

Ich sollte mir ein Diktiergerät zulegen. Für meine Gedanken, ich vergesse sie viel zu schnell. Ich werde rein investieren. Ich werde meinen Willen da rein investieren, ich habe schon eins. Wahrscheinlich ist das Einzige, was der Leser an diesem Artikel kommentieren wird, über den letzten Absatz.

Während dem Bloggen gehört: Zitate EP von Huss und Hodn (10/10)

Blogs werden überbewertet. Minimalistisch bleiben. Ich wollte immer ein Künstler sein, auch wenn ich wenig Talent habe. Vielleicht ist mein Talent in meiner Faulheit untergegangen. Wieso sollte ich mich um etwas bemühen, was ich nicht kann? Kunst ist nicht relativ. Kunst ist keine Maßeinheit. Kunst ist nicht mal und etwas kann nicht Kunst sein. Alles, was ich oben geschrieben habe, habe ich heute gedacht und erlebt. Aber es sollte nicht das gewesen sein, ich brauchte einfach nur eine Form, wo ich es verpacken konnte. Und diese Form muss irgendwie dem Leser gefallen, aber muss es das überhaupt? Ich will einfach mir selbst genügen. Ist es komisch, dass man mit jedem Gedanken einen Standpunkt auf dem Nachhauseweg im Kopf hat? Ich will doch einfach so viele Leser wie möglich mit Amazon-Werbung vollbombadieren.

02:23

Ziele und Inhalt, Tag und Nacht

Es ist ein wesentlicher Unterschied ob man weiß, was man schreiben will, aber kein Ziel vor Augen hat, als ein Ziel vor Augen zu haben, aber nicht weiß, was man schreiben soll.

Die Gehirnaktivität in der Nacht ist besonders im wachen Zustand verdammt gut.